Nachtmusik XXXII

Eigentlich wollte ich schon immer mal was von Knorkator in der Nachtmusik vorstellen. Das Problem: Irgendwie ist alles schräg, voller versteckter Kritik, albern, hochintelligent und manchmal alles andere als offensichtlich. Klar könnte man jetzt z.B. Knorkator – Sie kommen einbetten, und damit wäre der Bildungsauftrag erfüllt – aber wo ist da der Kopfschmerz? Genau, deshalb gibt es hinter dem „mehr…“ einmal Bildungsauftrag mit Kopfschmerzgarantie – auf die offentsichtlichste Weise. Darf ich vorstellen: Knorkator – Wie weit ist es bis zum Horizont Weiterlesen

Professor van Dusen – Die neuen Fälle

Sehr cool. Gerade durch Zufall entdeckt, dass seit 2015 neue Folgen von „Professor van Dusen“ produziert werden. Wenn man Wikipedia glauben darf, so wurden die meisten Sprecher und das Produktionsteam ausgewechselt und Michael Koser ist auch nicht mehr der einzige Autor.

Als alter Fan der Denkmaschine, fand ich es wirklich toll, dass sich Michael Koser noch mal aufraffen konnte und, entgegen seiner Aussage, dass es keine neuen Folgen mehr gäbe, doch noch neue Folgen schreibt.

Die derzeitigen kosten von 5-7 € pro Folge (je nach Anbieter) sind angemessen, bei 3 € hätte ich vermutlich gleich mal alle neun bisherigen Folgen gekauft, aber so werd‘ ich vermutlich nach und nach Folgen kaufen, falls und wenn ich die nächste hören möchte. Wie inzwischen üblich scheint es neben der digitalen Version keine Datenträger zu geben.

Ähnlich wie bei „Der letzte Detektiv“ mochte ich schon immer den teils schon fast makaberen Stil, die nicht immer vorhersehbare Handlung und einfach die Zeichnung der Charaktere. Ich bin begeistert und hoffe das die neuen Folgen das halten, was ich mir davon verspreche – ich werde die erste Folge in den nächsten Tagen mal probehören 🙂

Nachtmusik XXXI

Eine Drehleier ist ein wunderbares Instrument. Nicht nur im Mittelaltersegment. Man kann sie auch als modernes Instrument behanden, einen Verstärker dranklemmen, verzerren und die eigene Virtuosität voll raushängen lassen. Genau das macht Guilhem Desq. Schön zu sehen, dass das Teil auch außerhalb der Nische funktioniert. Weiterlesen

Zeit auszuziehen

Langsam wird es echt anstrengend. Vor einiger Zeit bin ich aus meinen Schlafzimmer ausgezogen, weil der eine Nachbar wahrscheinlich seinen Fernseher direkt an meine Schlafzimmerwand montiert hat und der nachts wirklich lang lief. Nicht schön, wenn man kurz nach fünf aufsteht. Damit konnte ich leben – ich denke das ist normales Verhalten und viel kann man da nicht machen.

Manchmal läuft nachts laute Musik, aber immer nur mal ein Lieder oder ein „besonders toller“ Teil davon und dann ist wieder leise – ich habe da einen Nachbarn schräg unter mir im Verdacht. Auch das ist auch OK, ist nicht so häufig und dann ist auch wieder tagelang nichts.

Seit kurzem gibt es 24 Stunden Dauerbeschallung mit hallendem, resonierendem Bass. Tagsüber Musik, nachts Fernsehen (ich weiß eigentlich immer, was gerade gesehen wird – gerade ist es eine Alien-Doku auf einem Nachrichtensender). Scheinbar habe ich unter mir neue Nachbarn – zumindest glaube ich, das es Laminat war, das bis in die Nacht verlegt wurde.

Ich habe wirklich nicht mehr die Kraft mich mit allen Nachbarn anzulegen und anfangen rumzumosern. Das können meine Nachmieter tun. Und ich wollte ja sowieso etwas näher an meine Arbeitsstelle ziehen – ich denke es ist Zeit das in Angriff zu nehmen. Ist halt schade, wenn man Abends nicht mehr einfach so bei der Familie vorbeischauen kann oder nach dem Rollenspielabend nicht mehr einfach feuchtfröhlich heimlaufen kann. Beides wird wohl leiden….

Nachtmusik XXX

Dass das da oben eine römische 30 darstellen soll, behaupte ich jetzt einfach mal und dass es nichts mit dem zu tun hat wofür das Internet da ist 🙂

Das Lied habe ich jetzt eigentlich weniger wegen der Musik gewählt, sondern wegen der Bilder. Das Leben geht weiter, warum sollte man ihm nicht mit den Haaren im Wind begegnen. Herrlich. Weiterlesen

Lost

Jeder, der mich öfter sieht, der kennt bestimmt auch das Mädel vom Bahnsteig. Ein Frau, die regelmäßig mit dem gleichen Zug unterwegs war wie ich. Wir grüßten uns jeden Morgen, und wechselten oft einige freundlichen Worte. Ich mochte die angenehme Chemie, die ich von ihr empfing.

Wir haben nie unsere Namen ausgetauscht, trotzdem wusste ich nach einiger Zeit recht viel über sie. Ich mochte sie sehr, vielleicht auch ein bisschen mehr. Auch wenn es den Anschein machte, dass sie Single war, malte ich mir nie irgendwelche Chancen aus – zu schön, zu freundlich, zu intelligent.

Ich wollte das angenehme Verhältnis nicht zerstören, also spielte ich den Kater: Hallo, da bist du ja, schön dich zu sehen, aber ich mach jetzt weiter, was ich gerade getan habe. Dabei fühlte ich mich eher wie ein Welpe, der bellend um einen herum springt und das Gesicht ablecken möchte. Schöner Vergleich :). Ich habe auch keine Erfahrung mit irgendwelchen Zeichen, aber ich mochte es, wenn ich sie aus einem anderem Waggon aussteigen sah und meine Schritte verlangsamte, damit sie aufschließen konnte, was sie auch immer tat, nur um ein paar Worte zu wechseln bis uns der Weg zum Auto trennte. Falls es irgendwelche Zeichen gab, so habe ich sie nicht erkannt.

Warum ich das jetzt schreibe? Vermutlich, weil ich betrunken bin, weil ich melancholisch bin, weil sie jetzt schon so lange nicht mehr mit mir am Bahnsteig steht. Eines Tages, nach einem Monatswechsel, war sie nicht mehr da. Zuerst dachte ich an Urlaub, dann an Krankheit, hätte nicht damit gerechnet, dass ich mir solche Sorgen um eine Quasi-Fremde machen kann. Aber sie blieb weg, ohne ein Wort. Ob sie näher zu ihrer Arbeitsstelle gezogen oder etwas schlimmes passiert ist, werde ich wohl niemals erfahren.

Ich bereue es, dass ich sie nicht näher kennengelernt habe, aber ich war zu feige. Und ich versinke jetzt schon vor Scham im Boden, falls sie jemals diesen Text lesen würde, durch welche Zufälle auch immer. Und bitte sprecht mich niemals auf diesen Text hier an.

Die neue Star Trek-Serie

Eigentlich bin ich recht großer Star Trek-Fan. Als dann die Gerüchte über eine neue Serie auftauchten, war ich milde optimistisch gestimmt. Und dann kam das ganze Hick-Hack. Zuerst Brian Fuller als Showrunner – Hannibal fand ich toll – dann stieg er wieder aus, dann hies es, dass es ein Prequel wird, was die Serie schon wieder fast zu stark einengt, dann Verzögerungen – mehrfach, die ganzen Ankündigungen, was alles so besonders sein wird usw…
Ok, die sollen sich so viel Zeit lassen, wie sie brauchen – aber ich fürchte fast, die Erwartungen sind inzischen schon wieder so hoch, dass es nur Enttäuschung geben wird.
Tja, und ich sitze hier und wünsche mir immer noch eine Serie, die abseits der Föderation läuft, abgeranzte Raumschiffe, imporivisierente Technik und Leute, die einfach nur durch die Maschen gefallen sind. So eine Mischung zwischen Firefly (ohne Western) und Rogue One im Star Trek-Universum – welch ein Frevel.

Legendy Polskie. Film Jaga.

Von gut gemachten Kurzfilmen war ich schon immer ein großer Fan. Jetzt geistert schon seit längerer Zeit unten eingebundenes Video durch das Netz. Das ist der vierte Film von Allegro, von hm… ich weiß auch nicht wirklich was die wirklich machen. Auf jeden Fall sind die Filme sehr cool, erzählen jeweils eine kleine Geschichte mit ganz besonderem Humor und brauchen sich vor Hollywood nicht verstecken. Alles ist auf polnisch mit englischen Untertiteln – aber wenn stört das schon 🙂 Weiterlesen